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Haltung des Königspython |
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Nachdem wir unseren Reptilienbestand umstrukturiert hatten ( alle großen Arten und alle Anhang A Tiere haben wir abgegeben) entschieden wir uns dafür nun dauerhaft eine schöne Zuchtgruppe von Python regius aufzubauen. Da wir die Naturfarbigen schon über viele Jahre erfolgreich gehalten und auch gezüchtet haben, sollten es diesmal "etwas andere Tiere" sein. Nach reiflicher Überlegung und vielen Diskussionen mit meiner Frau zogen also 5 „Könige“ bei uns ein. 1,2 Albinos sowie ein Pärchen Heterozygote. Im folgenden werden wir hier wieder über die Aufzucht, Haltung und die später dann hoffentlich erfolgreiche eigene Nachzucht der Tiere berichten, wie immer nicht in Zitaten aus irgendwelchen Büchern sondern in Form der Weitergabe eigener Beobachtungen. |
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Das Terrarium für den Königspython |
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| Bedingt durch seine geringe Größe sind keine besonders großen Terrarien nötig. Wir halten unsere Tiere paarweise oder einzeln in Terrarien der Größe 120x80x80cm. Die Einrichtung setzt sich wie folgt zusammen. Als Bodengrund verwenden wir feine Holzspäne mit denen wir seit Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Der starker Ast zum Klettern und als Häutungshilfe ist stabil eingebaut. Ein der Größe des Tieres entsprechendes Wasserbecken sowie ein geeignetes Versteck für den Königspython ergänzt die Einrichtung. Als Versteck benutzen wir in allen unseren Terrarien unglasierte Tonschalen entsprechender Größe. Diese nehmen beim Sprühen Feuchtigkeit auf die sie dann langsam in den Innenraum abgeben, so entsteht ein ideales feuchtes, jedoch nie nasses Klima im Versteck der Tiere. Die Tonschalen sollten nie zu groß gewählt werden, Königspythons ziehen engere Verstecke zu großen eindeutig vor. Der direkte Kontakt der Schlange mit dem Unterschlupf trägt sehr zum Wohlbefinden der Tiere bei. |
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Beleuchtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit |
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| Beleuchtet werden die Terrarien mit Leuchtstoffröhren mit einem geringem UV-Anteil. Als Heizung kommt eine spezielle Innenraum geeignete Heizmatte (40 Watt) zum Einsatz. Die Temperatur in den Terrarien wird durch einen Thermostaten geregelt, an der wärmsten Stelle des Terrariums erreicht sie tagsüber 29-32 Grad. Die Temperatur fällt durch die eingebaute Nachtabsenkung des Thermostaten nach abschalten der Beleuchtung auf einen Wert von 23 Grad. Dieses Tag-Nachtgefälle ist langjährigen Beobachtungen zu folge für das Wohlbefinden der Tiere unbedingt notwendig. Auch Tiere aus tropischen Gefilden reagieren äußerst empfindlich auf konstant hohe Temperaturen. In solchermaßen eingerichteten Terrarien erreichen wir ohne weiteres eine permanente Luftfeuchtigkeit von etwa 55% . Beim täglichem mäßigem Sprühen mit angewärmten Wasser steigt sie kurzzeitig auf 80-85% an. Python regius benötigt zum wohlbefinden keinesfalls konstant hohe Luftfeuchtigkeit. Viel wichtiger ist ein Versteck mit ausreichender Feuchte, nicht zu verwechseln mit Nässe. Alle Tiere zeigen bei dieser Art der Haltung normales Verhalten, sind aufmerksam, Häuten in einem Stück und nehmen regelmäßig Futter zu sich. |
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Fütterung |
| Jedes
neu hinzugekommene Tier sollte grundsätzlich erst einmal einzeln in
einem Quarantänebecken untergebracht werden. Nach einer
Eingewöhnungsphase von etwa 2-3 Wochen, in der das Tier völlig in Ruhe
gelassen werden sollte, erfolgt die erste Fütterung. Bei dieser
ersten Fütterung werden den Tieren immer etwas kleinere Futtertiere als
normal gereicht. Erst nach mehrmaliger Fütterung und deren
einwandfreier Verdauung reichen wir den Tieren ihrer Größe
entsprechende Futtertiere. Eine unbedingt erfolgende Kotuntersuchung, ein Abwarten des Befundes, sowie eine eventuelle Behandlung, sind die Voraussetzungen für ein Übersiedeln neuerworbener Tiere in den vorhandenen Festbestand. Dies ist leider notwendig, da gerade zu Zeiten in denen die Farmnachzuchten aus Afrika eintreffen, auch seltsamerweise immer die "Deutschen Nachzuchten" vermehrt angeboten werden. |
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Wir füttern
bei Jungtieren alle zwei Wochen eine Maus, 2 Mäuse oder eine
mittlere Ratte erhalten halbwüchsige Tiere, erwachsene Tiere alle 4
Wochen zwei halbwüchsige oder eine adulte Ratte. Nach eigenen Erfahrungen sind Tiere, die übermäßig gefüttert werden, auf Dauer sehr schlechte Zuchttiere. Etwas kürzer gehaltene Tiere reproduzieren sich zwar erst zwei bis drei Jahre später, aber dann meistens kontinuierlich. Während gepowerte Tiere mit knapp zwei Jahren das erste Gelege haben und dann oft jahrelange Zuchtpausen einlegen. |
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Terrarium
für 1,1 Hetero Königspythons., mit einer Breite von 120cm, einer Tiefe
von 80 cm und einer Höhe von 80cm. |
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Die Aufzucht des Königspython |
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Als wir unsere Tiere bekamen waren sie erst ein paar Tage alt. Obwohl sie beim Verkäufer laut Auskunft schon ein oder zweimal gefressen hatten, verweigerten sie anfangs die gereichten Futtertiere. Da alle Tiere sich jedoch in einem gutem Zustand befanden, ließen wir sie erst einmal 3 Wochen völlig in Ruhe. Nach dieser Eingewöhnung nahmen als erstes die beiden Hetero`s willig Mäuse an. Eine Woche später dann auch die drei Albinos. Erstaunlich war, dass die Hetero`s zu jeder Tages oder Nachtzeit Futter annahmen, die Albino`s ausschließlich nur tagsüber. Bereits nach wenigen Wochen kamen alle Tiere beim öffnen der Terrarienscheiben sofort aus ihren Verstecken um ihr Futter entgegen zu nehmen. Egal was angeboten wurde, lebende und tote Mäuse und Ratten passender Größe, alles wurde bereitwillig von der Futterzange genommen. Keines der Tier versuchte ja nach uns zu beißen, selbst unmittelbar nach der Fütterung ließen sich die Tiere unbedenklich Händeln. Die Aufzucht verlief bis heute problemlos. Häutungen erfolgten grundsätzlich in einem Stück, eine ebenfalls erfolgte Untersuchung auf Parasiten (die wir grundsätzlich auch bei Nachzuchten durchführen), verlief Negativ. Entwicklungsdaten der Tiere: |
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| Tier |
Entwicklung von Länge und Gewicht |
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| g
g |
Länge und Gewicht bei Erhalt: |
derzeitiger Status (18.10.03) |
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Länge |
Gewicht |
Länge (etwa) | Gewicht | |
| 1,0 Hetero | 44 cm | 75 g | 75-80 cm | 750 g |
| 0,1 Hetero | 47 cm | 80 g | 80-85 cm | 875 g |
| 1,0 Albino | 34 cm | 45 g | 70-75 cm | 640 g |
| 0,1 Albino (1) | 38 cm | 50 g | 75-80 cm | 750 g |
| 0,1 Albino (2) | 37 cm | 45 g | 75-80 cm | 790 g |
| Tier |
Futteraufnahme bisher |
Anzahl Häutungen |
| 1,0 Hetero |
12 mittlere Mäuse, 33 große Mäuse, 7 kleine Ratten, |
6 |
| 0,1 Hetero |
12 mittlere Mäuse, 28 große Mäuse, 9 kleine Ratten |
7 |
| 1,0 Albino | 9 mittlere Mäuse, 24 große Mäuse, 13 kleinere Ratten |
6 |
| 0,1 Albino (1) | 9 mittlere Mäuse, 18 große Mäuse, 16 kleinere Ratten |
7 |
| 0,1 Albino (2) | 9 mittlere Mäuse, 21 große Mäuse, 14 kleinere Ratten |
7 |
| Kotabgabe | Eine Kotabgabe erfolgte in der Regel bei Fütterung mit Mäusen nach der zweiten, oft auch erst nach der dritten Fütterung. Seit die Tiere mit kleineren Ratten gefüttert werden erfolgt die Kotabgabe nach jeder Fütterung. | |
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Erste Zuchtversuche |
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Erster Zuchtversuch Ende 2006 - Anfang 2007 erbrachte gleich den gewünschten Erfolg. |
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Rotationslage während der Trächtigkeit |
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Tier während der Eiablage |
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Nicht überragend, aber
auf das erste Gelege nicht schlecht, 4 befruchtete aber leider auch 2
unbefruchtete Eier. |