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Komodo

Eine Reise ins Reich der letzten Drachen

Ausgangspunkt für die Reise nach Komodo war, wie schon so oft auf unseren Indonesienreisen, wieder einmal Bali. Von hier aus ging es per Flugzeug auf die Insel Flores und dann mit einem von uns gecharterten alten Fischerboot etwa 2,5 Stunden übers Meer nach Komodo.

Komodo vom Meer aus Eingang zum Komodo Nationalpark
Vulkaninsel Komodo vom Meer aus Eingang zum Nationalpark Komodo
Schlafhaus auf Komodo

Die einzige Übernachtungsmöglichkeit auf Komodo bietet die Rangerstation der Wildlife-Behörde Indonesiens. Als Unterkünfte dienten sehr rustikale Holzhütten, die auf Stelzen gebaut sind. Als Dusche fungierte das inzwischen bekannte und geliebte "Mandy" und sogar ein Plumpsklo war in jeder Hütte. Die Verpflegung war gut und genügend kaltes Bier gab es auch.

Nachdem wir unser Gepäck verstaut und die Moskitonetze aufgehängt hatten, unternahmen wir die ersten Erkundungen in der näheren Umgebung. In der Nähe der Rangerstation befand sich ein kleines Dorf das wir besuchten. Die Hoffnung gleich einen "Drachen" zu sehen erfüllte sich jedoch nicht. Um so erstaunter waren wir, als bei unserer Rückkehr ins Camp ein etwa 1,5 Meter großer Komodowaran gemütlich zwischen den Hütten umher spazierte. Unsere ersten Bilder des Drachen schon im Camp, was würde uns also erst am nächsten Tag bei der Pirsch mit einem Ranger erwarten? Nach einem guten Abendessen ließen wir uns gemütlich auf einer Aussichtsplattform nieder und genossen bei etwa 7 Bier (sorry, es war ja wirklich sehr heiß) den Sonnenuntergang.

Biotopaufnahme auf Komodo Schlafhöhle von Varanus komodiensis
Biotopaufnahme  Erdbauten vom Komodowaran

Am nächsten Morgen nach einem ausführlichem Frühstück ging es dann endlich los. Unser Führer, ausgerüstet mit einem gegabelten Stock zur Abwehr von Waranen wie er sagte, legte ein ganz schönes Tempo vor. Quer durch die Insel führte er uns auf der Suche nach dem "Drachen". Nach etwa 1 Stunde Marsch sahen wir sie dann endlich.

Komodo beim sonnen Kopf vom Komodowaran
Komodowaran vor seiner Schlafhöhle Kopfstudie eines Komodowarans

Wer jemals so nahe an diesen Giganten war wie wir, weiß was für ein Kribbeln im Bauch der Anblick dieser zum Teil über 3 Meter großen Warane verursacht. Daß wir uns den Tieren bis auf einen Meter nähern konnten, lag daran, daß sie so früh am Tag ihre Aktivitätstemperatur noch nicht erreicht hatten. Trotzdem wichen wir respektvoll zur Seite wenn einer dieser Riesen fauchend den Kopf in unsere Richtung drehte. Einen Angriff oder Biss dieser Tiere wollten wir ja nun doch nicht riskieren. Wenn ich jemals Zweifel an Berichten über die Jagd von Komodowaranen auf Hirsche und Wildschweine hatte, der Anblick dieser gigantischen Tiere belehrte mich eines besseren. Dem Angriff eines erwachsenen Tieres hätte ein Mensch wohl wenig entgegen zu setzen. 

etwa 3 Meter großer Komodowaran
Etwa 3 Meter großer Komodowaran

Als ich 13 Jahre alt war sah ich diese herrlichen Tiere das erste mal in einem Buch, schon damals träumte ich davon sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Diesen Traum habe ich mir jetzt erfüllt.