| |
www....Chondropython .... online |
|
| Archiv News Kontakt | ||
|
Home Über uns Morelia viridis Corallus caninus Aspidites melanocephalus Aspidites ramsayi Python regius Abzugeben |
||
|
Aspidites melanocephalus |
|
Schwarzkopfpython |
|
|
|
Haltung von Aspidites melanocephalus |
|
| Aspidites
melanocephalus benötigt aufgrund seiner lebhaften Aktivität ein
Terrarium mit einer möglichst großen Grundfläche, die Höhe ist hier
eher nebensächlich, da die Tiere so gut wie nie Klettern. Die Temperatur sollte tagsüber bei 29-31 Grad liegen, lokal durch eine Bodenheizung oder Spotstrahler bis 34 Grad sollte nachts bis auf 23 Grad abfallen. |
|
|
|
|
| Als
Bodengrund verwenden wir bisher sterilisierten Spielkastensand, den die
Tiere täglich regelrecht umgraben und somit ihr Terrarium immer wieder
neu gestalten. Meistens häufen sie den Sand schön gegen die
Frontschiebescheiben, man kann sich lebhaft das Knirschen beim
Aufschieben der Scheiben vorstellen wenn die Glaslaufschienen voll Sand
sind. Ebenfalls sehr gut lassen sich die Tiere auf Buchenspänen oder Kleintierstreu halten. Ganz wichtig ist unseres Erachtens ein Unterschlupf für diese Schlange. Aspidites melanocephalus baden nie, so dass ein kleineres Wasserbecken aus dem nur getrunken wird, völlig ausreicht. Dieses ist jedoch fast täglich zu wechseln da die Tiere es meist sofort mit Sand auffüllen. Auch auf gelegentliches Besprühen reagieren sie sofort mit "Fauchen und Zischen" und Flucht ins Versteck, das dann erst wieder verlassen wird wenn das Terrarium abgetrocknet ist. Gesprüht wird nur zweimal wöchentlich. Sind die Tiere nervös oder erregt bewegen sie ihre Schwanzspitze wie eine Klapperschlange. Als Futter nehmen sie Ratten und Hasen in passender Größe, gefüttert wird ausschließlich mit toten Futtertieren, gelegentlich wird Vitamin in die toten Futtertiere gegeben. Vom Verhalten sind unsere Tiere sehr verschieden, während 2 Tiere sehr ruhig sind und noch niemals den Versuch unternahmen zu Beißen, ist eines unserer Männchen mit Vorsicht zu genießen, vor allem wenn er hungrig ist. Der Schwarzkopfpython ist in der Haltung eines der einfachsten Tiere die wir jemals hatten. Einzig sein noch hoher Preis schreckt viele ab diese äußerst interessante und agile Riesenschlange zu halten. |
|
|
Nachzucht des Schwarzkopfpythons |
| Nachdem
unsere Tiere ein Alter von 4 Jahren erreicht hatten, und in der nötigen
körperlicher und gesundheitlicher Verfassung waren, wagten wir einen
ersten Zuchtversuch. Da wir grundsätzlich auf ein dauerhaftes stärkeres Abkühlen während der Zuchtvorbereitung verzichten, verringerten wir lediglich die tägliche Beleuchtungsdauer von 12 auf 8 Stunden, senkten die Nachttemperatur um 3 Grad auf 20 Grad wobei wir die Tagestemperatur gleichzeitig um 2 Grad auf nunmehr 32 Grad erhöhten. Somit ist es möglich ein stärkeres Temperaturgefälle zu erzielen, den Tieren aber trotzdem die zu ihrem Wohlbefinden benötigten Wärmestunden zu ermöglichen. Ein Verkühlen der Tiere, das sich in Schleimabsonderung aus dem Maul und rasselnden Atemgeräuschen zeigt, wird so vermieden. Nachdem das männliche Tier unter diesen Bedingungen nach 2 Wochen das Fressen einstellte, gleichzeitig aber eine gesteigerte Aktivität zeigte, setzten wir das weibliche Tier zum Männchen. Beide Tiere reagierten sehr nervös, wobei das Weibchen die Kloake öffnete und diese teilweise ausstülpte. Das Männchen schob sich sofort mit ruckartigen Bewegungen auf den Rücken des Weibchens wobei es heftig mit seinem Schwanzende vibrierte und das Weibchen ausführlich bezüngelte. Auch leichte, bisweilen nur angedeutete Bisse des Männchens in die Halsgegend des weiblichen Tieres konnten beobachtet werden. Im Verlauf des Septembers bis zum Ende Oktober konnten wir immer wieder Paarungen beobachten. Die Dauer einer Paarung reichte von etwa 10 Minuten bis zu 2,5 Stunden, auch wurde beobachtet das beide Hemipenise abwechselnd benützt wurden. Ende Oktober änderte sich das Verhalten des weiblichen Tieres, versuchte nun das Männchen eine Annäherung, wurde es durch ruckartige Bewegungen abgedrängt, ja geradezu weggeschleudert auch ein leises Fauchen des Weibchens konnte sogar außerhalb des Terrariums vernommen werden. Zu diesem Zeitpunkt entfernten wir das männliche Tier. Zurück in seinem Terarium ging er nach ein paar Tagen wieder gierig ans Futter. Das Weibchen verweigerte jedoch ab diesem Zeitpunkt das Futter und hielt sich fast nur noch in seinem Versteck auf. |
|
|
| Ab
Mitte Januar konnten wir sehen, dass sie sich jetzt häufig auf der
Heizmatte wärmte und ab Ende Januar lag das Tier dann in der für
trächtige Tiere typischen Rotationslage. Als Ablageplatz boten wir
dem Tier eine Styroporbox mit den Maßen 50x50x40cm, gefüllt mit
Sphagnummoos an, diese wurde auch sofort angenommen, und nur zum
gelegentlichen Aufwärmen verlassen. Am 26.1. war es dann soweit,
bei einer Kontrolle des Tieres sahen wir, dass sie bereits bei der
Eiablage war. In relativ kurzer Zeit legte sie 12 Eier, vier davon waren leider nicht befruchtet. Erstaunlicherweise konnten wir dem Tier die Eier ohne Gefahr wegnehmen, keine Angriffe oder wilde Körperwindungen, so wie wir es von den meisten anderen von uns gezüchteten Pythons kennen. |
|
|
|
Inkubation des Geleges von Aspidites melanocephalus |
| Die Eier wurden in einen Inkubator überführt und wie alle Pythoneier bei 31,5 Grad bebrütet. Entgegen unserer üblichen substratlosen Bebrütung von Chondrogelegen betteten wir dieses Gelege in feuchtes Vermiculit. |
|
|
| Leider
starb ein Ei nach etwa 3 Wochen ab, als wir es öffneten enthielt
es einen etwa 13cm großen Fötus. Alle anderen entwickelten sich gut
und am 28 3.2001, etwa nach 64 Tagen Brutzeit, schlitzte der erste
Schwarzkopfpython die Eischale. Einen Tag später schauten schon drei Köpfe aus den Eiern. Als 28 Stunden später die anderen Jungtiere noch nicht schlitzten entschloss ich mich diese Eier zu öffnen. Ich schnitt also in die verbliebenden 4 Eier ein Fenster und stimulierte die Schlangen mit einer Sonde den Kopf aus dem Ei zu strecken. |
|
|
|
Dies
erreichte ich auch sehr schnell. Hatten die Tiere die innere
transparente Eihaut durchstoßen fingen sie sofort an zu atmen und
züngelten. Einige öffneten ob dieser Störung leicht das Maul und
zischten leise. Nun ließ ich die Tiere in Ruhe um nicht ein zu frühes
Verlassen des Eies zu provozieren. Im Laufe von 3 Tagen verließen dann
alle Pythons ihre Eier und wurden in die bereitgestellten kleinen
Terrarien überführt. |
|
Aufzucht von Aspidites melanocephalus |
|
| Die Schlüpflinge des Schwarzkopfpythons waren die größten Pythonbabys die wir je hatten, man glaubt es fast nicht wie groß die Tiere aus dem Ei kommen. Nachdem sich die Tiere das erste mal gehäutet hatten versuchten wir die Tiere zu füttern. Aber wie es uns schon von einigen Züchtern dieser Art erzählt wurde gestaltete sich dieses nicht so einfach. Von allen Tieren nahm nur ein Weibchen spontan mittlere Mäuse an. Trotz aller Tricks waren die anderen nicht zu bewegen selbstständig Nahrung aufzunehmen. | |
|
|
|
| Also entschlossen wir uns zur assistierten Fütterung. Allen Tieren wurde eine frisch abgetötete mittlere Maus einfach ins Maul gelegt und dann vorsichtig wieder ins Terrarium gegeben. Die Tiere schluckten die Maus dann selbstständig. Dies musste mehrmals gemacht werden bevor sie dann von alleine fraßen. Einmal aber selbstständig gefressen, entwickelten die kleinen einen ungeheueren Appetit und rissen das Futter förmlich von der Pinzette. | |
|
|
|
| Die weitere Aufzucht der Tiere verlief völlig problemlos, wir freuen uns schon auf die nächsten kleinen Racker. | |
Aspidites melanocephalus